Allsky

Prolog

Im Internet stolperte ich über AllSky-Kameras. Inbesondere die Möglichkeit Sternschnuppen zu filmen fand ich interessant. Geplante Features sind

  • Meteore erkennen, filmen und fotografieren
  • tägliches Zeitraffervideo vom Himmel über 24 Stunden
  • Erstellen des täglichen Keogramms
  • Abgleich mit der Sternenkarte
    • Ermitteln der Anzahl der Sterne, diese soll auf der Smart Home-Anzeige (Software FHEM) erscheinen. Alarmierung bei eingestellter Unterzahl an Sternen via Software Pushover
    • namentliches Ermitteln der größten Sterne

Machbarkeitsprüfung

So habe ich mich viel über Kameras, Hardware belesen. Als lichtempfindliche Kameras wurden IMX290, IMX291, IMX327, IMX323 genannt. Andere nutzten auch von ZWO die ASI178, ASI224 und ASI 120. Die ganze ZWO-Reihe beginnt ab ca. 200 €, gebraucht ist der Markt leergefegt.

Die ersten Fehlschläge

Rechner

Ich hatte noch einen Raspberry Pi B+ v1.2 2014 rumliegen, ein 8 Jahre alter Rechner. Ich war überrascht, dass man ihn mit einem aktuellen Image noch zum Laufen bekommt. So investierte ich hier in einen WLAN-Stick für 8€, der kompatibel sein sollte. Das WLAN bekam ich nun zum Laufen. Leider läuft der Raspberry wirklich schleppend langsam. Die CPU war in Verbindung mit der Software Motion permanent am Anschlag. Im WLAN war Streaming nur langsam möglich.

Kamera

Im Internet bestellte ich eine IMX291 Kamera mit USB-Anschluss. Die Anbindung der Kamera als Web-Camera lief problemlos. Mit Entsetzen stellte ich fest, dass man keinen Einfluss auf Belichtungszeiten hat. Die Kamera ist nur über das Video-Device /dev/video* mit vorgegebenen Frameraten und Auflösungen ansprechbar. Bei der IMX291 sind das 30 Bilder pro Sekunde. Ich fand keinen Weg hier diese anders anzusprechen. Somit ist sie als Astroaufnahme-Kamera nicht tauglich. Als WebCam liefert sie jedoch erstaunliche Bilder. Für den finalen Einsatz ist mir das trotzdem zuwenig.

Einzelbild
Gain: 100
4 Bilder mit DeepSkyStacker gestackt
Das S/N hat sich hier bereits verbessert. So dass man klar die Plejaden erkennen kann.

Objektiv

Alle empfohlenen Objektive sind vergriffen oder so teuer (+400 €) , dass es den Rahmen sprengen würde. Letztlich habe ich 2 Objekive bestellt. Ein 150° mit ca. F2.4 , CS-Mount für ZWO-Kameras aus dem Astroshop und ein 180° mit M12 Gewinde mit zugehörigen Adapter.

Ersteres hat leichte Verzerrungen am Rand, erscheint mir aber nutzbar. Das 180° Objektiv mit dem M12 ist von der Qualität her bescheiden, dazu schlackert das Objektiv gefühlt ca. 1mm im Adapter., hat keine Möglichkeit der Fixierung. Als Tipp , nutzt keine M12-Objektive.

Software

Sternenabgleich mit der Aufnahme = Plate Solving

astap

Einrichtung auf dem Raspberry PI B+ v1.2 2014

Unter https://www.hnsky.org/astap.htm können die Pakete für die jeweiligen Systeme heruntergeladen werden. In meinem Beispiel 32 Bit war das die Datei astap_armhf.deb, die ich mit der Software WinSCP in das Home-Verzeichnis des Nutzers "pi" kopierte.

sudo -i
# bei 32 bit System
apt install /home/pi/astap_armhf.deb

ebenfalls wird die Datei astap_cli benötigt, die ebenfalls von genannter Seite bezogen werden kann. Diese habe ich in das /usr/bin Verzeichnis kopiert und Ausführungsrechte eingeräumt.

sudo -i
sudo chmod +x /usr/bin/astap_cli

Zum Schluss benötigt man noch die Sternen-Katalog-Daten , diese können ebenfalls unter genannter Seite bezogen werden. Ich habe die Kataloge w18 für Weitwinkel und die v17 mit Photometrischen Daten als Zip-Datei heruntergeladen, diese entpackt und in das Verzeichnis /usr/share/astap/data kopiert.

Versuch 2

Rechner

Wegen Chipmangel sind die Preise für Geräte explodiert. Früher kamen die Geräte zw. 40 und 50 €. Für einen nicht mehr aktuellen Raspberry PI 3 möchte man ca. 100 €, für 20 € mehr bekommt man bereits einen Mini-PC. Ich erwischte noch ein Schnäppchen für 70€.